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giovedì 10 settembre 2026

Haaretz' Recherchen und Zweifel an Netanjahu

 Die Untersuchung von Hareetz zur Verantwortung für das Massaker vom 7. Oktober 2023 unterstreicht, was viele für weit mehr als nur eine Möglichkeit hielten. Gerüchte über die Inkompetenz und Mängel des israelischen Verteidigungssystems nährten berechtigte Zweifel an den Ereignissen und dem Umgang mit der Situation. Nun kommt heraus, dass der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate Netanjahu persönlich anrief und ihn in einem 45-minütigen Telefonat vor einer potenziellen Bedrohung warnte, die die gesamte Region destabilisieren könnte. Dies war jedoch lediglich ein letzter verzweifelter Versuch, die jüdische Nation vor der drohenden Gefahr zu warnen; tatsächlich wussten die emiratischen Geheimdienste durch direkten Kontakt mit einem hochrangigen Hamas-Funktionär von den Vorbereitungen für eine verheerende Operation. Daraufhin wurde die Drohung an den Inlandsgeheimdienst Schin Bet weitergeleitet, dessen Chef Netanjahu bereits am 15. September informierte. In den darauffolgenden Treffen wurde empfohlen, die Verteidigung sowohl in Richtung Gaza als auch ins Westjordanland zu verstärken. Die Optionen zur Verstärkung der Verteidigungsmaßnahmen wurden jedoch nicht aktiviert, was den Versuch des emiratischen Präsidenten veranlasste, direkt Kontakt mit der höchsten Autorität in Tel Aviv aufzunehmen. Die Recherchen von Haaretz haben nun neben Drohungen gegen die Zeitung auch eine Dementi seitens des israelischen Premierministerbüros ausgelöst, das die Behauptungen der Zeitung als glatte Lüge bezeichnete. Sowohl der ehemalige Chef des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet als auch der ehemalige Generalstabschef der Streitkräfte bestätigten jedoch, dass sie nicht in das Telefongespräch zwischen den beiden Staatsoberhäuptern eingeweiht waren. Die Quellen von Haaretz befinden sich alle außerhalb Israels und umfassen auch einen Berater des emiratischen Präsidenten. Netanjahu ignorierte nicht nur Informationen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, sondern auch vom ägyptischen Geheimdienst, der stets über genaue Informationen aus dem Gazastreifen verfügte. Nachdem der Chef des Kairoer Geheimdienstes den israelischen Premierminister über die Vorbereitung eines schrecklichen Ereignisses informiert hatte, behauptete dieser angeblich, die Lage unter Kontrolle zu haben und seine Aufmerksamkeit auf das Westjordanland zu richten, das sich auf der anderen Seite der Bedrohung befindet. Erinnern wir uns an die Fakten: Der Kibbuz, in dem das Massaker stattfand, wurde unzureichend verteidigt. Er bestand aus progressiven Personen, die mit der Regierungspolitik sicherlich nicht einverstanden waren, freundschaftliche Beziehungen zu den Palästinensern pflegten und daher leicht für politische und militärische Zwecke geopfert werden konnten. Hinzu kommt, dass die Anschuldigungen gegen den israelischen Premierminister, die Hamas finanziert zu haben, zwar nicht gänzlich bewiesen, aber konkret sind. War der Fehler vom 7. Oktober lediglich ein Fehlurteil oder steckte mehr dahinter? Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, wie oft Netanjahu – oft mit fadenscheinigen Ausreden – alle Versuche einer Zwei-Staaten-Lösung hinauszögerte, um diese Lösung so lange wie möglich hinauszuzögern und sogar parallel den Siedlungsbau fortzusetzen – ein offener Verstoß gegen alle Abkommen. Es wird spannend sein zu sehen, ob Haaretz der Zensur in Tel Aviv entgehen und ihre Recherchen fortsetzen kann. Doch man darf nicht vergessen, dass die Ereignisse vom 7. Oktober als selbstgeschaffene Rechtfertigung für die Vernichtung des Gazastreifens dienten – mit dem Ziel, ihn später zu beherrschen –, für den Krieg im Libanon und die bewaffneten Interventionen in Syrien, bis hin zum Krieg mit dem Iran, in den Netanjahu die USA hineinzog und die Weltwirtschaft gefährdete. Alles begann mit dem, was Israel als legitime Vergeltung für die Ereignisse vom 7. Oktober ansah, vor allem dank einer rechtsextremen Regierung und eines Premierministers, der sich kategorisch weigert, die Macht abzugeben. Diese gelten vorerst als Verdächtige, doch sollten die Recherchen fortgesetzt werden, könnten Fakten ans Licht kommen, die alles andere als überraschend wären.

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